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Johannes Krause

Die Justinianische Pest tötete zur Zeit des Byzantinischen Reichs nach Schätzungen bis zu 50 Millionen Menschen und trug möglicherweise zum Untergang des oströmischen Reiches bei. 2016 ist es erstmals gelungen, das Genom des Erregers der Justinianischen Pest aus einem vor 50 Jahren in Süddeutschland geborgenen Skelett vollständig zu rekonstruieren.

Das Forschungsteam um Johannes Krause hat damit eine historische und hochqualitative Referenz geschaffen, die neue Einblicke in evolutionäre Schlüsselereignisse, Adaptionen und die Pathogenität eines Bakteriums erlaubt, das bis heute in vielen Teilen der Welt zu Pestausbrüchen führt.

Prof. Dr. Johannes Krause, geboren 1980, ist Kollegiat der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und seit 2014 Direktor des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena.

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Veranstaltungsdetails:

Datum: 16.11.2017

Uhrzeit: 20:00

Thema:

Das Genom des schwarzen Todes

Was wir aus historischen Pandemien lernen