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7. Empathie-Konferenz: Tag 2

Auf einen ersten Blick bedeutet Empathie die Einfühlung in andere und das Verstehen des Gegenübers. Jedoch kann dieses Verständnis ebenso für eine „Kultur seiner selbst“ oder die eigene Selbstfürsorge hilfreich sein. Gerade in Bereichen von Gesundheit wie Lebensführung könnten empathische Verhältnisse und Beziehungen eine Grundlage für Selbstheilung und ein bereicherndes Miteinander bedeuten.

Gibt es eine Art „Selbstheilungscode“? Was ist therapeutische “Hilfe zur Selbsthilfe“? Sind alternative Methoden sinnvoll? Wie werden wir unvermeidlich glücklich? Kann ein „Wolfspirit“ für heilsame Mensch-Tier-Interaktion stehen? Diese und andere Fragen wollen wir mit unseren Gästen diskutieren.

 

 

10:00 Uhr

Gunter Schmidt, Mediziner, systemischer Psychotherapeut und Coach

Selbststeuerung und Selbst-Empathie in Zeiten der „Beschleunigungs-Gesellschaft“

In unserer Leistungsgesellschaft fluten fast ständig enorm viele Botschaften auf uns ein, die zum Gefühl führen können, was immer man tue, wie immer man sei, sei nicht genug. Das Erleben von unterschwelliger Gehetztheit und Druck sowie eine kritische und abwertende Beziehung zu sich selbst sind die Folge. Wie kann man sich in diesen Zeiten durch gezielte, selbstwirksam erreichbare Strategien gut schützen und eine Balance entwickeln?
Gunther Schmidt ist Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Leiter des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg.

11:15 Uhr

Wilhelm Schmid, Philosoph und Autor von Philosophie der Lebenskunst

Selbstfreundschaft – Empathie mit sich selbst

Dass wir Selbstverzicht üben sollen, hören wir oft. Dass wir uns mit uns selbst befreunden können, hören wir weniger. Und doch ist die Selbstbeziehung die Grundlage für die Beziehung zu Anderen, zur Gesellschaft, zur Welt überhaupt. Wer sich um die Selbstbefreundung bemüht, begibt sich auf den Weg zur Empathie mit sich selbst, ohne sich einer übertriebenen Selbstliebe hinzugeben.
Wilhelm Schmid lebt als freier Philosoph in Berlin und lehrt als außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt.

12:45 Uhr

Mittagspause

14:00 Uhr

Manfred Lütz, Mediziner, Theologe und Kabarettist

Wie sie unvermeidlich glücklich werden – Eine Psychologie des Gelingens

Warum fallen so viele glückshungrige Menschen auf „Glücksschrott“ herein, statt unvermeidlich glücklich zu werden? Manfred Lütz erzählt mit Rückgriff auf die große Philosophie eine kleine Geschichte des Glücks. Mit verblüffenden Gedanken und schlüssigen Argumenten weist er Wege auf, wie man ernsthaft glücklich werden kann. Eine steile These?
Der Psychiater, Theologe und Kabarettist Manfred Lütz lebt bei Bonn und ist Mitglied des Päpstlichen Rates für Laien, Familie und Leben.

15:15 Uhr

Joachim Faulstich, Autor, Regisseur und Wissenschaftsjournalist

Die Kunst der Balance – Medizin und die Rückkehr des Zauberhaften

Unerwartete Heilungen schwer kranker Patienten scheinen der alltäglichen medizinischen Erfahrung zu widersprechen.
Doch im Licht neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse wird deutlich, dass der Mensch keine Maschine ist, sondern einem kreativen Netzwerk gleicht, in dem Körper und Geist vollständig miteinander verwoben sind. Heilung ist deshalb immer individuell – und sie braucht empathische Offenheit für alle Wege.
Joachim Faulstich ist Autor und Regisseur wissenschaftlicher Fernsehfilme und Buchautor.

16:30 Uhr – ENTFÄLLT

Gudrun Pflüger, Biologin, Sportlerin und Wolfsforscherin
DER VORTRAG MUSS LEIDER ENTFALLEN.

 

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Veranstaltungsdetails:

Datum: 21.10.2017

Uhrzeit: 10:00

Thema:

Empathie und Selbstheilung