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Unsere Muskeln halten wir im täglichen Leben für selbstverständlich. Aber der Mechanismus des Muskelabbaus durch genetische oder altersbedingte Krankheiten ist noch ungeklärt, es gibt keine Therapien. Simone Spuler und ihr Team setzen auf Stammzellen und die Genschere CRISPR, um Menschen mit genetisch bedingten Erkrankungen vor dem Verfall ihres Muskelgewebes zu bewahren – oder es sogar zu reparieren. Spuler verbindet ihre Arbeit in Klinik, Labor und Start-up, um für Krankheiten, die bisher als unheilbar galten, erste Therapieansätze zu ermöglichen. Prof. Dr. Simone Spuler ist Expertin für erbliche Muskelkrankheiten am Experimental and Clinical Research Center (ECRC), einer gemeinsamen Einrichtung von Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Max-Delbrück-Centrum. Sie forschte an namhaften Instituten in Deutschland und den USA. Für die Gründung des Start-ups für regenerative Therapien MyoPax GmbH erhielt sie 2023 den Preis UNIPRENEURS des Bundesforschungsministeriums.
Warum haben wir Menschen eigentlich keinen Schwanz mehr? Eine Analyse des menschlichen Genoms kam zu dem Ergebnis, dass sehr wahrscheinlich eine Genmutation diese Änderung herbeiführte. Man nimmt an, dass auch Affen eine ähnliche Mutation durchlebten. Diese Entdeckung ist das Ergebnis von Neugier gepaart mit offener Forschungsarbeit, der so genannten „Nachtwissenschaft“. Der Genetiker Itai Yanai zeigt auf, wie Künstliche Intelligenz diese Nachtwissenschaft revolutionieren könnte, beispielweise in der Krebsforschung oder der Untersuchung von Embryonalentwicklung. Itai Yanai ist Professor am Institut für Systemgenetik, Biochemie und Molekulare Pharmakologie der New York University Grossman School of Medicine. Sprache: Englisch
Das kleine Protein Ubiquitin ist bedeutend im Abbau von Zellmüll. Der Biochemiker Aaron Ciechanover entdeckte, wie Zellen mit seiner Hilfe die Entsorgung von Abfallprodukten regeln. Dieser Prozess ist wichtig bei der Entstehung von schweren Erkrankungen wie beispielsweise Krebs und Störungen des Immunsystems. Hier bietet sich die Chance, neue personalisierte Arzneimittel zu entwickeln, die auf individuellen DNA-Profilen der PatientInnen basieren. Dieser medizinische Fortschritt wirft aber auch bioethische Fragen auf. Der Nobelpreisträger erörtert auf fesselnde Weise die Dimensionen und Risiken von maßgeschneiderter Medizin und berichtet vom Erfolg neuer Therapien. Aaron Ciechanover, in Haifa geboren, ist Professor für Medizin am Technion – Israel Institute of Technology. Er ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Institutionen. Für die Entdeckung des Ubiquitin-gesteuerten Proteinabbaus erhielt er 2004 den Nobelpreis für Chemie. Sprache: Englisch